Mordssachsen
Autoren

Freie Presse (16.06.2008)
V.-Anzeiger (18.06.2008)
V.-Anzeiger (03.06.2008)
V.-Anzeiger (03.06.2008)
V.-Anzeiger (30.05.2008)
V.-Anzeiger (14.05.2008)
Freie Presse (09.05.2008)
Freie Presse (08.05.2008)
Freie Presse (27.04.2008)
Freie Presse (25.04.2008)
Freie Presse (24.04.2008)
Freie Presse (24.04.2008)
V.-Anzeiger (07.04.2008)
Stadtstreicher (April)
Mercedes-Zeitung (April)
LVZ (11.03.2008)
Freie Presse (27.02.2008)
Blick (27.02.2008)
Bild (21.02.2008)

 

Presseberichte 2007

Willkommen
 


Dritte Kriminacht bekommt sehr gute Noten

Netzschkauer Schloss bietet Lesungen eine passende Bühne -
Viele Besucher zum wiederholten Mal dabei

Netzschkau. Durchweg gute und sehr gute Noten hat die dritte Kriminacht im Netzschkauer Schloss bei der Bewertung durch die Gäste erhalten. Aber auch die Gäste waren Spitze, wie Autorin Krystyna Kuhn aus Lohr am Main feststellte: Bei uns hätten die Leute nach 45 Minuten schon genug. Ich habe mich gewundert, dass der Raum zum Schluss noch so voll war, erklärte sie. Immerhin hatten die Krimifreunde, die sogar aus Mühlheim an der Ruhr, aus Halle, Chemnitz, dem Ostallgäu oder Weiden in der Oberpfalz angereist waren, ein fünfstündiges Mammutprogramm mit mehreren Lesungen in verschiedenen Räumen, Hörspielszenen, Musik, Autorengesprächen oder der Besichtigung der Ausstellungen zu absolvieren. Viele der Gäste waren Wiederholungstäter und schon bei allen Kriminächten im Schloss oder bei anderen Veranstaltungen der Ostdeutschen Krimitage dabei gewesen. Zwei Frauen brachten es gar auf vier Teilnahmen und erhielten dafür zur Belohnung einen Buchpreis.


Den Organisatoren war es gelungen, aktuelle Höhepunkte wie den 125. Geburtstag von Franz Kafka, den gestern zu Ende gegangenen Robert-Schumann-Wettbewerb oder die neue Hörkrimi-Reihe im Rundfunk in unaufdringlicher Art ins Programm einzubauen. Für die Autoren gab es durchweg Lob, denn unter der Frage Was hat Ihnen besonders gefallen wurden sämtliche Namen aufgeführt. Lediglich der Hörspielteil erschien einigen zu lang. Gelobt wurden zum Beispiel der Krimihumor von Mario Ulbrich (Grünhain) und seine super Stimme, die natürliche und nette Art von Maren Schwarz (Rodewisch) sowie ihr interessantes Buch, die Spannung bei Krystyna Kuhn, der Schreckensgletscher von Manfred Köhler (Lichtenberg) oder die Szenische Lesung am Originalschauplatz aus Mords-Sachsen 2 direkt unter dem Dach des Schlosses. Da viele ihre Bewertungsbogen bereits vor dem Schlussteil abgegeben hatten, konnten sie ihre Begeisterung für die vier jungen Cellisten des Robert-Schumann-Konservatoriums Zwickau, zu denen auch Margreta Häfer aus Reichenbach gehörte, sowie für Andreas Stammkötters Schumann-Krimi (Leipzig) nur durch Beifall zum Ausdruck bringen. Obwohl die Musikschüler das Buch nicht kannten, passten die ausgewählten Robert-Schumann-Kompositionen perfekt zur Stimmung der von Stammkötter gelesenen Szenen.
Die Autoren bescheinigten dem Förderverein eine professionelle Organisation der Veranstaltung. Freie-Presse-Redakteur Mario Ulbrich, der bei allen drei Kriminächten im Schloss gelesen hat, schrieb ins Gästebuch: Erneut eine supertolle Kriminacht. Die Dekorationen werden von Jahr zu Jahr besser.

Freie Presse 18.06.2008 (Text: Petra Steps)



Mörderisch erfolgreiche Krimi-Nacht

Schloss Netzschkau lud ein - Zahlreiche Interessierte kamen  

Der Jahrgang 1964 scheint ein ganz krimineller zu sein. Das vermutete zumindest Petra Steps vom Förderverein, die am Sonnabendabend auf dem Fechtboden des spätgotischen Netzschkauer Schlosses um die einhundert Interessierten zur 3. Sächsischen Kriminacht begrüßte. Drei der sieben eingeladenen Autoren sind in jenem Jahr geboren worden. Ob das ein Omen für gute Kriminalliteratur ist?
Der Verdacht schien sich im Laufe des Abends zu bestätigen, wobei auch die früher oder später Geborenen durchaus anspruchsvolle Kriminalliteratur zum besten gaben. Selbst die Leseorte waren nicht minder aufregend ausgewählt. Während Krystina Kuhn, Jahrgang 1960, im Schlosscafé aus ihrem Buch Die Signatur des Mörders las, trug Maren Schwarz (Jg.64) im Trauzimmer ihre Lektüre aus Gesichtsverlust vor.
Mario Ulbrich, ebenfalls Jg.64, bezog seinen Lesestuhl im Festsaal des 1. Obergeschosses und entführte in die liebenswerte Welt der Hinterwaldpolizisten aus Tief-Ost. Manfred Köhler, Jahrgang 1964, der eigentlich Menschenansammlungen meidet, hatte es sich im Bosezimmer gemütlich gemacht und las dort aus dem Band Schreckensgletscher. Gleich zu Beginn der Kriminacht lud Volkmar Röhrig, der eigentlich auf der A9 lebt, auf den Fechtboden zu einem authentischen Krimihörspiel-Programm ein; zu späterer Stunde interpretierten vier junge Musiker des Zwickauer Konservatoriums an gleicher Stelle zu Andreas Stammkötters Roman Am Ende des Klanges echte Robert-Schumann-Musik.
Den aufregendsten Vorleseplatz nahm die Netzschkauerin Petra Steps allerdings für sich und ihren mörderisch guten Kurzkrimi in Anspruch: das Magazin im Viereckturm des Schlosses. Um die Authentizität zu bewahren, wurde so wenig wie möglich verändert, selbst das Staubtuch wurde im Schrank gelassen. An diesen, vor allem in den Nachtstunden äußerst gruseligen Ort, durfte allerdings nur eine kleine Auswahl Krimibegeisterter, die den wahrlich halsbrecherischen Aufstieg in den Turm wagten.
An historischer Stelle las Steps aus der Krimi-Anthologie Mordssachsen 2 eine Geschichte mit historischer Komponente, wie sie ausführte. Aufhänger für ihren Kurzkrimi war der geplante Verkauf des Netzschkauer Schlosses vor etwa drei Jahren. Wir als Förderverein konnten das verhindern, ist Steps noch heute heilfroh. Doch das Geschehen inspirierte sie derart, dass sie einen fiktiven Schlossherrn erfindet, der allerdings beim Stöbern nach allem Verwertbaren, was man zu Geld machen könne, im wahrsten Sinne des Wortes abstürzt. Dass dies auch szenisch dargestellt wurde, avancierte selbstredend zum Höhepunkt kurz vor Mitternacht. Ehe die Glocken zwölf Mal schlugen, hatten sich die Besucher bereits auf den Heimweg gemacht nicht ohne verstohlen ab und an hinter sich zu schauen, ob ihnen nicht doch ein Krimiwesen folgt.

Vogtland-Anzeiger 18.06.2008 (Text: Antje-Gesine Marsch)



Glaubwürdig oder nicht, ist die Frage

Ostdeutsche Krimitage -
Vier Hofe Schauspieler in Aktion im Amtsgericht Auerbach

Auerbach - Anscheinend passen zu den Ostdeutschen Krimitagen, die im Auerbacher Amtsgericht bereits zum zweiten Mal stattfanden, eher Sonnenschein und knisternde Spannung als grauer Londoner Nebel und gruselige Gestalten. Zumindest lockte der laue Sommerabend genügend Krimifreunde in den Gerichtssaal Nummer 400, um den wohl berühmtesten Kurzkrimi Agatha Christies „Zeugin der Anklage", der bereits mit Marlene Dietrich verfilmt wurde und Welterfolg erlangte, zu verfolgen.
Meisterhaft und lebendig präsentierten die vier Schauspieler Polina Bachmann, Ralf Hocke, Peter Kampschulte und Thomas Schindler - letzterer ist Chefdramaturg und stellvertretender Intendant des Theaters Hof - das Stück äußerst unterhaltsam und spannend.
Die erste Szene spielt in der Kanzlei des bekannten Londoner Strafverteidiger Sir Wilfrid Robarts, der einen scheinbar aussichtslosen Fall übernimmt. Als Kulisse diente der Richtertisch im Saal Nummer 400. Sein Mandant, der Handelsvertreter Leonard Vole, wird verdächtigt, die reiche Witwe Emily French ermordet zu haben. Ein Motiv hätte er, denn die Witwe hat ihrem Schützling ihr Vermögen vermacht. Leonard Vole erklärt aber entrüstet, unschuldig zu sein und davon nichts gewusst zu haben, so der Ausgangspunkt. Eigentlich ist alles klar. Als Mörder der vermögenden älteren Dame Miss French kommt nur der Angeklagte in Betracht. Selbst von seiner Frau wird er zunächst belastet. Doch deren Aussage bei Gericht stellt sich als „mörderisch" heraus. Das Stück berührt die Kernfrage jeder Gerichtsentscheidung, die auf Zeugenaussagen beruhen muss. Kann ich dem Zeugen glauben? Ein Frage, die sich in Gerichtsälen immer stellt. Deshalb passte Christies „Zeugin der Anklage“ hervorragend zum Krimiabend innerhalb der 3. Ostdeutschen Krimtage. Und spätestens als Polina Bachmann in die Rolle des Dienstmädchen der Witwe Emily French schlüpfte und auf sächsisch die Fragen des Verteidigers beantwortete, war die Parallele gezogen.

Vogtland-Anzeiger 07.06.2008 (Text: pdk)



Bösewichter sehen nicht böse aus

Dass ein Bösewicht nicht zwingend auch immer böse aussieht, wussten die Drittklässler der Netzschkauer Grundschule längst. Auch wie der Notruf der Polizei lautet und man sich in bestimmten Gefahrensituationen verhalten muss. So konnten sie Polizeihauptkommissar Steffen Claus zur Veranstaltung "Kinder lernen Bösewichte kennen", die am Freitagvormittag im Netzschkauer Schloss stattfand, schon eine Menge kluger Antworten geben.
Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch den Märchenwald zeigte der Kriminalist den Kindern anhand Grimmscher Märchen auf, wie sich Personen in bestimmten Gegebenheiten falsch verhielten. Beispielsweise Rotkäppchen. Sie machte drei gravierende Fehler, so der Meisterdetektiv. Zum einen sagte sie ihren Namen, zum anderen beschrieb sie genau den Weg zum Haus der Großmutter. "Der Wolf brauchte nicht einmal ein Navigationssystem", bemängelte Steffen Claus augenzwinkernd.
Den schlimmsten Fehler aber machte Rotkäppchen, als sie nicht sofort weglief, sondern dem Wolf noch Fragen stellte. Man ist absolut kein Feigling, wenn man in Gefahrensituationen wegrennt, erklärte Claus den Kindern. Auch treten, beißen, kratzen sei in solchen Umständen durchaus legitim. "Aber eben nur dort", so der Kinderpolizist, der den aufmerksamen Schülern in lockerer, heiterer Form, aber nie mit erhobenem Zeigefinger, viele wichtige Fakten vermittelte. Schneewittchen beispielsweise habe denselben Fehler gleich drei Mal gemacht, wie die "Tatwerkzeuge" Kamm, Gürtel und Apfel eindeutig bewiesen.
Hätten die sieben Geißlein zusammengehalten, wäre der Wolf chancenlos geblieben, behauptete Claus weiter. Am liebsten hätte der Kriminalist, dass alle Kinder wie das "tapfere Schneiderlein" wären: "Er hat immer eine Lösung gefunden." Auch sei man keine "Petze", wenn man sieht, dass jemand englisch einkauft, also klaut, diesen Dieb sofort zu melden. "Man ist dann Augenzeuge" und das ist wichtig, erklärte Kommissar Claus. Wie man sich richtig verhält, wenn ein "guter Onkel" auf den Spielplatz kommt und ein Kind mit verschiedensten Verlockungen auffordert mitzukommen, erläuterte Claus weiterhin. "Es gibt da ein Zauberwort und das heißt: Nein!" Ebenso sei es verboten, dass sich Erwachsene in der Öffentlichkeit ausziehen oder das von einem Kind verlangen. "Ich darf über meinen Körper selbst bestimmen", zeigte Claus unmissverständlich auf.
Dass sich ein Kind bei Problemen zuallererst den Eltern anvertraut, hält der Meisterdetektiv dabei für absolut wichtig. "Leider sind sexueller Missbrauch, Entführungen und andere an Kindern begangene schwere Straftaten keine Ausnahmefälle. Wir wollen Kinder auf mögliche Gefahren vorbereiten und mit ihnen trainieren, wie man sich richtig verhält", so Claus zum Anliegen der Veranstaltung.

Vogtland-Anzeiger 03.06.2008 (Text: Antje-Gesine Marsch)



Kinder zeichnen mordsmäßig gut
Mal- und Zeichenwettbewerb / Jury der "Ostdeutschen Krimitage" prämiert

Netzschkau Ein Gewimmel und Gewusel herrschte gestern im Netzschkauer Schloss. An die 100 Kinder aus verschiedenen Grundschulen holten sich ihre Preise ab, die sie sich bei der Teilnahme am Malwettbewerb innerhalb der Ostdeutschen Krimitage" redlich verdient hatten.
Insgesamt 200 Kinder machten beim Wettbewerb mit: Sie malten, bastelten Collagen, übten sich in Drucktechniken. Thematisch ging es um das große Thema Kriminalität und Diebstahl. Zwischen den Ehrungen zeichnete der Mylauer Grafiker Jörg Halsema lustige Comics für die Kinder: Micky Mouse, Sponge Bob und andere Trick-Helden.

Vogtland-Anzeiger 30.05.2008 (Text: vub)



Mordsmäßiger Muttertag mit Musik

Lesung nicht nur für Mütter - Vergnügliche Veranstaltung im Netzschkauer Schloss anlässlich der 3. Ostdeutschen Krimitage

Netzschkau - Nein, Mordgedanken kamen bei den Besuchern der Veranstaltung am Pfingstsonntag im Netzschkauer Schloss sicher nicht auf. Höchstens Mords-Gaudi. Obwohl mit dem „Mords Muttertag" die erste vogtländische Veranstaltung innerhalb der 3. Ostdeutschen Krimitage stattfand, avancierte die perfekte Mischung aus virtuosen Klängen der leichten Muse und literarischen Einlagen zu einem eher gefahrlosfriedlichen Erlebnis - nicht nur für Mütter.
Das Joplin-Quartett der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach und der Leipziger Autor U.S.Levin gestalteten in dem romantischen Schlossambiente vor zahlreichen Gästen einen höchst vergnüglichen Nachmittag. Heitere und beschwingte Musikstücke, wie die „Humoreske" von Antonin Dvorak oder „Rosen aus dem Süden" von Johann Strauß untermalten die ebenso humor

voll wie schelmischen literarischen Ergänzungen des sächsischen Autors.
„Ein Streichquartett - das passt", so Levin. Schließlich seien die Politiker, die er oft und gern aufs Korn nimmt, auch „Streicher" - nur eben „taktlose". Unter dem Thema „Gangster, Gauner und Ganoven", las der Autor einige Glossen. Mit „Geld winkt nicht" oder „Ein schlüpfriges Hobby" präsentierte er diese erstmalig vor Publikum, wobei er keinen Hehl daraus machte, dass er die „Vorstands-Obersten" für weitaus gefährlicher als die „kleinen Ganoven" hält.
Im zweiten Teil trug der Leipziger Autor einige Passagen seines Buches „Ich bin nüchtern, aber in Behandlung“ vor. Er widmet sich darin den körperlichen Leiden eines Menschen über die Vierzig. „Wenn Du mit 40 aufwachst und keine Schmerzen hast, bist du tot!“, schlussfolgerte Levin, der fortan seiner „gewinnorientiert arbeitenden Krankenkasse ein

Dom im Auge“ ist. Doch nimmt er es heiter: „Lieber Zucker im Blut, als Salz in der Niere." In bissiger Art brach er anschließend eine Lanze für seinen Zahnarzt. „Für mich ist er wie ein texanischer Westemheld - er zieht schnell!“
Übrigens erachtet der Humorist die Wahl eines „Dentalfetischisten“ für wichtiger, als die des Ehepartners. Im letzten Leseteil widmete sich Levin mit „Ohne Hürde zur Doktorwürde“ dem zunehmenden Ärztemangel in Deutschland. Mit kritischem Blick und herrlich sächsischem Hintergrundhumor las er die gleichnamige Erzählung aus dem Buch „Eiterherd ist Goldes wert“.
Und da Lachen bekanntlich die beste Medizin ist, bekam an diesem herrlichen Sonntagnachmittag jeder Zuhörer seine ganz persönliche Dosis verabreicht. „Sehr amüsant und unterhaltend", befand Andrea Pfeifer aus Netzschkau, die - natürlich mit ihrer Mutter - die Veranstaltung besuchte.

Vogtland-Anzeiger 14.05.2008 (Text: Antje-Gesine Marsch)



Mark Benecke in Chemnitz

Nachdenken ist das Schlimmste, was man machen kann! Diese Behauptung erntete   wie so viele Aussprüche Mark Beneckes am Mittwochabend im André-Gymnasium in Chemnitz viel Gelächter. Der weltbekannte Kriminalbiologe aus Köln war im Rahmen der Krimi-Tage zu Besuch im Osten und zeigte Fotos von den blühenden Landschaften des Westens Hecken und mit Blumen geschmückte Torbögen.

Mit Idylle hatte der weitere Verlauf des Abends jedoch weniger zu tun. Zunächst entführte der Kriminalbiologe die Anwesenden in seine mit Bedeutung überfrachtete Welt. Mark Benecke stößt ständig auf Spuren, für die wir als Normalbürger blind sind. Auf dem Weg von seinem Zuhause in Köln nach Sachsen fotografierte er Graffiti und Straßenschilder: Zeichen, die entweder zu klein oder zu groß sind, versehentlich zerstört wurden oder scheinbar überhaupt nicht da sind. Dennoch: Wenn man auf den objektiven Sachbeweis baut, sind sie auffindbar. Was unterhaltsam startete, ging düster weiter. Die Anwesenden durften das Vortragsthema selbst wählen. Es ging um die Fälle von zwei Kindermördern einer heißt Bartsch und kommt aus Deutschland, der andere heißt Garavito und ist aus Kolumbien. Vielmehr unterscheidet die Mörder nicht, sie sind beide homosexuell, pädophil und sadistisch. Im Verlauf des Abends erhielten die Zuhörer Einblicke in die krankhaften Psychen der Verbrecher, die kleine Jungen zuerst mit Geld oder Süßem köderten und dann grausamste Dinge mit ihnen anstellten. Am Schluss wurden die Kinder ermordet und einfach liegen gelassen.

Bekannt ist Mark Benecke besonders für seine Methoden, anhand von kleinsten Kriechtieren, Kriminalfälle zu lösen. Doch am Mittwochabend ging es nicht um Biologie, sondern um Psychologie. Mark Benecke kennt typische Charakterzüge von pädophilen, sadistischen Serienmördern: Sie verhielten und kleideten sich unauffällig, hätten keinerlei Empathie und seien bauernschlau. Die krankhaften Charakterzüge seien unveränderlich und setzten sich nicht nur aus Umwelteinflüssen, sondern auch aus genetischen Bedingungen und Konditionierung zusammen. Die Täter selber wüssten nicht, warum sie so sind, wie sie sind.

Manch einer unter den Anwesenden hätte sich wohl lieber dem Ekel von Maden ausgesetzt, statt sich vorzustellen, dass der Nachbar, der immer so freundlich ,Guten Tag!‘ sagt, ein Serienmörder sein könnte. Man will das geschilderte Grauen von sich fernhalten es ist unvorstellbar. Gleichzeitig fängt es an, im Kopf zu rumoren: Wie kann es sein, dass Menschen so böse sein können, ist das Schlechte in jedem von uns verankert?

Auch dem Kriminalbiologen selbst muss das Erlebte zu schaffen machen. Sonst würde er sich nicht so hart geben in schwarzer Kluft, von Tattoos bedeckt und mit klirrendem Metall am Gürtel und ständig den Satz von sich geben: Ist mir doch egal.

Freie Presse 09.05.2008 (Mira Fischer)



Lektion beim „Madendoktor“

Ein ziemlich bunter Vogel mit wissenschaftlichem Anspruch hat bei den Ostdeutschen Krimitagen am Dienstagabend sein Publikum im historischen Pathologie-Hörsaal des Heinrich-Braun-Klinikums mit Berichten aus der Praxis buchstäblich gefesselt. Mark Benecke (37) war zum zweiten Mal in Zwickau
zu erleben. Anhand von Projektionen und Modellen (im Bild: eine Plastik-Made) demonstrierte Benecke, wie er etwa im Fall einer Leiche, die in einer Biotonne gefunden wurde, den mutmaßlichen Hergang des Ablebens rekonstruiert. Seine Aufmerksamkeit gilt aber auch den Lebenden: Was ihm
im fast leeren „Geisterzug nach Zwickau“ aufgefallen war, enthielt er seinen 150 Gästen nicht vor. Viele waren bereits voriges Jahr gekommen. Beneckes Tätowierungen sind ein Kapitel für sich: Eine zeigt zum Beispiel die Unterschrift
von Helge Schneider. (pstp/ros)

Freie Presse 08.05.2008 (Petra Steps)



Mit halben Kurzkrimis die Leselust geweckt

Ein "Mords-Beginn" für 3. Ostdeutsche Krimitage -
Zwei "Freie Presse"-Redakteure auf Abwegen

Zwickau. Absonderliches dürfte sich am Freitagabend vielerorts in Zwickau zugetragen haben: Menschen greifen zu ein und dem selben Kurzgeschichtenband und lesen darin. Und beginnen mitten in einer Geschichte statt am Anfang.
An diesem eigenartigen Verhalten dürfte man die Besucher von "Mords-Beginn" erkannt haben, der Auftaktveranstaltung der 3. Ostdeutschen Krimitage, die mit der Vorstellung des Sammelbandes "Mords-Sachsen 2" im Autohaus Lueg das Wochenende einläutete.
Rund 150 Freunde spannender Literatur mit kriminellem Einschlag waren ins Autohaus gekommen, um sich von den "Schreibtischtätern" Beate Baum, Ralf Alex Fichtner, Johannes Fischer, Jan Flieger, Romy Fölck, Herausgeberin Claudia Puhlfürst, Uwe Schimunek, Maren Schwarz, Franziska Steinhauer sowie Katrin und Mario Ulbrich Kostproben aus ihren Beiträgen zur jüngst im Gmeiner Verlag erschienenen zweiten sächsischen Krimi-Anthologie vorstellen zu lassen. Was allerdings hieß: Nur wenige Autoren lasen ihre Geschichte bis zu Ende. Was das anschließende Leseverhalten der Besucher erklärt. Vielfältig die Autoren, vielfältig ihre Themen: Da wird einem Förster sein Hang zur Jagd von "Wild" auf Frauenbeinen zum Verhängnis, da wandelt ein junger Judoka seinen sportlichen Ehrgeiz zu krimineller Energie, da dreht eine graue Büromaus, die Betrug wittert, den Spieß um, da gerät ein sozialpädagogisches Campingprojekt zum Desaster.
In drei Gruppen lasen je drei Autoren je zweimal parallel in separaten Räumen. Das Publikum hatte die Qual der Wahl, was zugleich aber den Vorteil hatte, dass auch die zwischen einem großen Vortragssaal und einer Lesung in etwas intimerem Kreis gegeben war.
Mit Johannes Fischer und Mario Ulbrich befanden sich unter den Lesenden auch zwei Mitglieder der "Freie Presse"-Redaktion. Zwar ist Ulbrich, bis zum Jahr 2000 Lokalredakteur der "Freien Presse" in Zwickau, seither im Ressort Regionales tätig, mit seinen Büchern über die "Männer vom Revier Tief-Ost" ein gestandener Schriftsteller. Das Ersinnen von Krimis aus dem eigenen lokalen Milieu hält er dennoch für schwierig: "Ich schreibe zurzeit an einer Geschichte, die direkt vor meiner Haustür spielt. Da glaubt man, alles zu kennen und meint leicht: Was Du da schreibst, gibt es doch hier gar nicht! Das nimmt dir doch kein Mensch ab!" Da helfe es nur, selbstbewusst zu bleiben und die eigene Geschichte so, wie man sie schreiben will, durchzuziehen.
Johannes Fischer, Vize-Chefredakteur der "Freien Presse", empfiehlt angehenden Krimiautoren Zeitungslektüre als Inspiration. Er selbst hatte die Idee zu seiner Geschichte daher bezogen. Freude am Formulieren tue dannein Übriges.

Die Bände Mords-Sachsen 1 und 2 sind im "Freie Presse"-Shop erhältlich.
www.mordssachsen.de

Freie Presse 27.04.2008 (Text: Torsten Kohlschein)



Mit Blick in eine Gefängniszelle

Kriminalität ist Thema einer Schau im Schloss Netzschkau

Steffen Claus

Netzschkau. Ein Blick in die Geschichte der Kriminalität sowie deren Aufklärung ist den Gästen zurzeit im Netzschkauer Schloss gestattet. Polizeihauptkommissar Steffen Claus hat für die Sonderausstellung ein Sammelsurium an Folterinstrumenten, Tatwerkzeugen und Polizeiausrüstung zusammengetragen. Zudem gibt es Dokumentationen zu kuriosen Kriminalfällen.
Hinzu kommen das Inventar einer alten Gefängniszelle sowie ein Tatort mit zerschossener Autotür. Schaufensterpuppen sehen aus wie Sherlock Holmes oder ein preußischer Schutzmann mit Pickelhaube. Zu den ältesten Exponaten gehören mittelalterliche Halseisen, Peitschen, Hand-'und Fußfesseln und ein Stachelhalsband. Zu bestaunen gibt es aber auch eine Verhör-Lampe und eine Stasi-Kamera der Marke Pentacon.
Die Ausstellungsstücke stammen aus dem Kriminalpanoptikum Aschersleben sowie aus der Privatsammlung von Steffen Claus. Die Schau ist bis zum 15. Juni zu bestaunen und der Auftakt für den vogtländischen Teil der 3. Ostdeutschen Krimitage. Es sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, unter anderem ein Aktionstag am 30. Mai, bei dem es um Kriminalprävention geht.

SERVICE
Das Schloss Netzschkau ist sonnabends, sonntags und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind nach Vereinbarung unter Telefon 03765 390136 oder 0177 3051990 möglich.

Freie Presse 25.04.2008 (Text: Petra Steps)



Idyllische Landschaften als mörderische
Kulisse für blutige Ereignisse

Das Sterben geht weiter: 20 neue (literarische) Fälle aus Sachsen - Herausgeberinnen Claudia Puhlfürst und Petra Steps entpuppen sich als „Serientäterinnen"

Morgen beginnen in Zwickau unter dem Motto „Mordssachsen" die 3. Ostdeutschen Krimitage. Ein neuer Sammelband macht die Täter dingfest.

Zwickau. Blutig geht es in Sachsen zu. Sehr blutig manchmal. Denn die 20 Autoren, die sich für den neuen Band „Mordssachsen 2“ spannende Fälle ausdachten, lassen es zum Teil sprichwörtlich krachen. Da zersplittern Schädel, brechen Genicke, Raten fressen Leichen auf, und Kinder bringen andere Kinder um.
Genau ein Jahr nach dem Erscheinen der Anthologie „Mordssachsen" entpuppen sich die Herausgeberinnen Claudia Puhlfürst und Petra Steps als literarische Serientäter. Und selbst eingefleischte Sachsen müssen zugeben, vom erzgebirgischen Hochmoor am Kranichsee noch nie etwas gehört zu haben. Zumindest bis zu jenem Tag, als Mario Ulbrich dort (schriftstellerisch) ein wahres Blutbad anrichtet. Der „Freie Presse"-Redakteur ist mit seiner Geschichte von fünf psychisch kranken Männern und deren zwei Therapeuten definitiv nichts für schwache Nerven. Denn die Geschichte um das sozialpädagogische Projekt „Die Winterer" bleibt spannend bis zu den letzten, nochmals überraschenden Zeilen.
Es gibt Dinge, die wollen sich Menschen nicht vorstellen, auch nicht Polizeibeamte. Doch Autor Johannes Fischer spannt diesen Faden trotzdem weiter. Kinder als mordende Monster? Der stellvertretende Chefredakteur der „Freien Presse" macht aus dem Unvorstellbaren einen Krimifall. Seine Hauptfigur: Ein netter Junge, der weder geschlagen, noch sexuell missbraucht wird und trotzdem eine dunkle Seite entwickelt, die das Unvorstellbare letztlich möglich macht.
Chemnitz, Zwickau, das Vogtland, der Cospudener See - „Mordssachsen 2" ist ein Streifzug durch den Freistaat. Immer wieder beschreiben die Autoren wunderschöne Landschaftsstriche, in denen grausame Dinge geschehen. Beate Baum entführt ihre Leser in die sächsische Schweiz. Doch die saftigen grünen Wiesen inmitten der dörflichen Idylle vermitteln einen falschen Eindruck. „Das perfekte Dinner" wird ganz und gar kein gemütliches Essen. Es wird eine unfreiwillige Fahrt in die Vergangenheit, die für einen tödlich endet.
Doch bei all den morbiden Ereignissen, es gibt auch Fälle, die gut ausgehen. Autorin Katrin Ulbrich löst ihren Fall „Verliebt, verlobt, vermisst" mit viel weiblicher Intuition zwar blutlos, aber keineswegs gewaltlos. Claudia Puhlfürst beweist mit ihrem „Schlachtfest", dass viele Dinge, die im ersten Moment klar erscheinen, doch nicht so sind.
„Mordssachsen 2" ist ein einzigartiger Streifzug durch den Freistaat, bei dem Krimi-Fans auf ihre Kosten kommen. Wer zusätzlich die „Tatorte" besichtigen will, findet genügend Anregungen für touristische Ausflüge der besonderen Art.

Die Krimitage
Informationen zum weiteren Programm:
@ www.mordssachsen.de

Freie Presse 24.04.2008 (Text: Grit Strietzel)



Mordsschatten über Zwickauer

Kragen hoch: Morgen beginnen die 3. Ostdeutschen Krimitage

Zwickau. Schlimme Gedanken, grausige Ideen, düstere Phantasien -die Mords-Sachsen sind wieder da und ziehen Krimifreunde in ihren Bann. Mit dem zweiten Band der „Mords-Sachsen“, einer Sammlung von Kriminalgeschichten aus heimischen Gefilden, werden morgen um 19 Uhr im Autohaus Lueg an der Schubertstraße die 3- Ostdeutschen Krimitage eröffnet.
Die Tatorte der Krimitage überziehen wie ein Spinnennetz den Freistaat. Auf dem Dresdener Elias-und dem Johannis-Friedhof werden am 2. und 17, Mai Gruselgeschichten vorgetragen, in Bad Elster wird am 23. Mai ein „Mords-Dinner" serviert. Auch in Zwickau sind mehrere Veranstaltungen geplant. So gibt am 6. und 7. Mai der bekannte Kriminalbiologe Mark Bennecke im historischen Pathologie-Hörsaal des Heinrich-Braun-Krankenhauses
neue Einblicke in sein etwas abseitiges Fachgebiet. Im Landgericht zelebrieren die Autoren Romy Folck, Frank DÖrfelt und Günther Zäuner am 20. Mai einen „Mords-Abend". Den Abschluss der Krimitage bildet am 14. Juni die 3. Sächsische Kriminacht im Netzschkauer Schloss.
Der erste Mords-Sachsen-Band war 2007 erschienen und im Sommer als Zeitungsroman komplett in der „Freien Presse“ abgedruckt worden. Der Erfolg des von Claudia Puhlfürst herausgegebenen Buches wie auch der von Puhlfürst und Petra Steps organisierten früheren Krimitage hat aus beiden Krimi-Enthusiastinnen Serientäter gemacht. (ros)

Freie Presse 24.04.2008 (Text: ros)



Im Schloss Netzschkau das Gruseln lernen

Netzschkau Das Netzschkauer Schloss hat seinen Winterschlaf beendet die neue Ausstellungs- und Veranstaltungssaison beginnt heute. Interessantes gibt es über das Adelsgeschlecht von Schönburg-Glauchau, das vor 150 Jahren das Schloss erworben hat, zu erfahren.
Richtig kriminell wird es am 19. April mit der Mordsausstellung" des sachsen-anhaltinischen Polizeihauptkommissars Steffen Claus, der das Schloß zu einem Tatort umgestaltet. Das ist im Vogtland der Auftakt der Sächsischen Krimitage Mordssachsen" die bisher dritte Auflage.
Das Schloss Netzschkau ist einer der Haupt-Tatorte der diesjährigen Krimitage. Steffen Claus will die Vogtländer mit gezeigten Folterinstrumenten, Kerkerutensilien, mit Gaunern und Ganoven, Abhandlungen zu Aberglaube, Hexen und Dämonen, kuriosen Kriminalfällen und gesuchten Verbrechern das Gruseln lehren. Am 30. Mai gibt es im Rahmen dieser Ausstellung einen Aktionstag mit Steffen Claus.
Nach einer Kinderveranstaltung referiert der Polizist vor Eltern und Lehrern zum Thema "Wenn Kinder Opfer werden". Auch wartet man an jenem Tag mit der Familienveranstaltung Märchenwald" und am Abend mit erotischen Lustmördern auf. Einen Mords- Muttertag gibt es am 11. Mai. Zu dem literarisch-musikalischen Nachmittag unterhält das Joplin-Quartett der Vogtland-Philharmonie der Leipziger Autor U. S. Levin liest.
Zum wiederholten Male werden Grundschüler aus dem Vogtland, Zwickauer und ergebirgischen Raum aufgerufen, am Mal- und Zeichenwettbewerb zum Thema Den Tätern auf der Spur" mitzumachen. Zeichnungen können noch bis zum 20. April eingereicht werden.
Das Finale der Sächsischen Krimitage geht mit einer mordsmäßigen Nacht im Netzschkauer Schloss über die Fechtboden-Bühne. Krimiautoren aus Mordssachsen 2" stellen ihre Kurzgeschichten vor. Unser Ziel ist, das Schloß Netzschkau weithin bekannt zu machen.
Das ist uns durch die Krimi-Veranstaltungen recht gut gelungen", so Petra Steps vom Förderverein. Sie ist eine der Krimi-Autoren Mordssachsen 2". Ihre Kurzgeschichte handelt, wie sollte es anders sein, am Schloss Netzschkau. Weitere Krimi-Höhepunkte gibt es im Kurhaus Bad Elster (Krimi-Dinner, 24. Mai), Landwüst (7. Juni: der Treuener Christoph Krumbiegel liest) oder eine Lesung am Amtsgericht Auerbach (5. Juni).

Vogtland Anzeiger 07.04.2008 (Text: cze)



Mords-Sachsen 2

Zwanzig Autoren faszinieren den Leser mit heimtückischen Vebrechen, geheimnisvollen Orten, raffinierten Tätern und unvorstellbaren Abgründen des literarisch düsteren Sachsen. Der "2. Fall" der Anthologie mit sächsischen Kriminalgeschichten bom "Perfekten Dinner" bis zum "Tödlichen Idyll" versprichte den Krimi-Seelen viel Spannung, denn auch Horst Bosetzky, bekannt aus der Lesereie "DIE Krimis", ist dabei und liest aus seiner "Mittagsfrau".

Stadtstreicher April 2008


 


Es wird weiter gemordet

Am Freitag, 25. April, lädt das Autohaus LUEG wieder zum „Mords-Freitag" ein: Denn um 20 Uhr wird im Haus an der Zwickauer Schubertstraße die Eröffnungsveranstaltung der 3. Ostdeutschen Krimitage stattfinden.
Bereits zum zweiten Mal werden die Krimitage bei LUEG eröffnet. 2007 erlebten zahlreiche Besucher dabei die Ehrung der Autoren der Anthologie „Mords-Sachsen 1". 2008 ist nun die l Fortsetzung „Mordssachsen 2" erschienen - und auch die Autoren und LUEG setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Sachsens literarisch-düstere Seiten - versammelt in 20 Kurzgeschichten, die an den verschiedensten „mörderischen“ Schauplätzen des Freistaates spielen - werden den Gästen des „Mords-Freitags 2008" bei LUEG präsentiert.
Die Autoren faszinieren den Zuhörer mit heimtückischen Verbrechen, geheimnisvollen Orten, raffinierten Tätern und gefährlichen Abgründen der menschlichen Natur. So verschieden wie die Autoren, so vielfältig sind die Geschichten. Sie stecken voller Spannung und Überraschungen. Sie lassen den Leser nicht los - dramatisch, ironisch, zum Schmunzeln, gruselig, zum Mit-Raten: für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Die literarischen Reisen in
„Mords-Sachsen 2" führen nicht nur in die Metropolen Leipzig, Dresden und Chem-nitz, sondern auch nach Meißen, Zwickau, Görlitz, Döbeln, Hohenstein-Ernstthal, in die Lausitz, die Sächsische Schweiz, das Westerzgebirge oder das Vogtland.
Wer also Krimiautoren einmal live erleben möchte, sollte auf keinen Fall den „Mords-Beginn" im Autohaus LUEG in Zwickau verpassen. Die Mords-Geschichten werden die Zuhörer faszinieren, in den Pausen besteht die Möglichkeit, mit den Autoren ins Gespräch zu kommen, einen kleinen Snack am Büfett zu sich zu nehmen oder die Bücher signieren zu lassen. Der Eintritt ist wie immer frei.

Mercedes Zeitung, April 2008



Abgründe in Häppchen

Was hat Lucas Cranachs „Quellnymphe am Brunnen“ im Leipziger Bildermuseum mit einer hübschen Kellnerin im Thüringer Hof zu tun? Welche Rolle spielt der Schriftsteller Walter Kempowski nach seinem Tod in einem Kriminalfall an der Universität der Messestadt?
Fragen, die mysteriös, aber auch spannend klingen. Und die damit zu einer Neuerscheinung passen, die Leipzig, Dresden, Chemnitz, das Erzgebirge oder die Lausitz von einer mörderischen Seite zeigen: Mordssachsen 2.
Vor genau einem Jahr, zur Buchmesse, brachten Claudia Puhlfürst und Petra Steps mit Mords-Sachsen eine Sammlung von Krimi-Kurzgeschichten heraus. Die Storys, von erfahrenen Profis und pfiffigen Neulingen verfasst, hatten sich in einem Wettbewerb durchgesetzt. Und erwiesen sich als so erfolgreich, dass jetzt eine Nachfolge-Anthologie erscheint. „Sachsen morden weiter....“, heißt deren Untertitel.
Fantasie, schwarzer Humor, genaue Kenntnisse der lokalen und regionalen Geschichte sind die Zutaten, aus denen 20 Autorinnen und Autoren, darunter die Herausgeberinnen selbst und die Leipziger Jan Flieger, Henner Kotte und Steifen Mohr, heimtückische Verbrechen schildern, das Abgründige im sächsischen Naturell aufzeigen und bekannte Plätze aus krimineller Sicht beleuchten.
Das ergibt einen gruseligvergnüglichen Lesespaß in appetitlichen Häppchen. Auch wenn die Logik gelegentlich der Pointe geopfert wird. Dass die Aufsicht einen Besucher mit spitzem Stockschirm ins Museum lässt, dürfte im wirklichen Leben kaum vorkommen.

Leipziger Volkszeitung 11.03.2008 (Text: Hartwig Hochstein)



Heimische Heimtücke in 20 Spielarten

Zwickau. Sachsen gelten gemeinhin zwar als helle und höflich, aber auch als heimtückisch. Literarische Beispiele für letaleren Wesenszug gibt der von der Zwickauer Kriminalautorin Claudia Puhlfürst und ihrer Netzschkauer Kollegin Petra Steps herausgegebene, 37 Seite starke Sammelband "Mords-Sachsen 2" der jetzt im Gmeiner Verlag erschienen und in der Geschäftsstelle der "Freien Presse" für 9,90 Euro erhältlich ist.
Der erste Mords-Sachsen-Band, erschienen vor einem Jahr und im Sommer als Zeitungsroman komplett in der „Freien Presse" abgedruckt, erwies sich als so erfolgreich, dass die Nr. 2 bald nur eine Frage der Zeit war. Geblieben ist das Konzept: 19 Autoren aus Sachsen, gebürtig oder zugereist, haben sich Kurzkrimis ausgedacht, deren Schauplätze - siehe Titel - in allen Teilen des Freistaates liegen. 20. Autor und Ehrengast: der Berliner Schriftsteller Horst Bosetzky, Jahrzehnte als Krimiautor nur unter dem Pseudonym "-ky" bekannt.
Hat auch Herausgeberin Claudia Puhlfürst mit ihren Romanen um ein Zwickauer Detektivduo normalerweise die Schumannsstadt für sich gepachtet, verlegt sie sich diesmal auf die Gegend um Hohenstein-Emstthal, wo ihre Geschichte mit dem viel versprechenden Titel "Schlachtfest" spielt. Dafür spießt der Zwickauer Journalist Frank Dörfelt seine Nadel auf der Sachsenkarte in die Muldestadt. Im Mittelpunkt seiner Geschichte steht ein Richter, der sich mit seiner Welt im Reinen wähnt, aber eines Nachts an seinem Arbeitsplatz in Zwickaus Landgericht erlebt, dass er irrt. Ein spannendes literarisches Kabinettstück, ebenbürtig der tödlichen Begegnung, die Dörfelt im ersten Band im Schloss Osterstein ansiedelte. Aber auch zwei Vertreter der "Freien Presse" haben ihre Beiträge geleistet. So erzählt Mario Ulbrich, bis 1999 Zwickauer Lokalredakteur und jetzt im Regionalressort tätig, in seiner Geschichte "Winterer“ von einem sozial pädagogischen Camping-Projekt im Erzgebirge, das in einem blutigen Desaster endet und dessen Lektüre nichts für Leser mit schwachen Nerven ist, Ulbrich dazu: „Die Geschichte beruht auf einem Artikel in der "Freien Fresse“. Da wurde genau so ein Projekt beschrieben- Ich habe mir die Leute auf dem Foto angesehen und mich gefragt: "Was würde passieren, wenn die jetzt durchdrehen? Der Rest war ein Selbstläufer."
Zwischen Werdau und Chemnitz ist die Geschichte „Ippon" von Johannes Fischer, Vize-Chefredakteur der "Freien Presse", angesiedelt. Er widmet sich dem unsportlichen Verhalten, zu dem Sportler im Kindesalter fähig sind, die mit allen Mitteln um die Anerkennung ihrer ehrgeizigen Eltern kämpfen. Auch Fischer nahm die Inspiration für seinen ersten fiktionalen Text aus dem Leben: "Vier meiner Kinder betreiben Judo, und daher kenne ich die Atmosphäre bei den Wettkämpfen - eine Mischung aus Fairness und sehr großem Ehrgeiz. Ich habe das in mein er Geschichte allerdings etwas übertrieben", gibt er zu.

Mords-Sachsen

 

Freie Presse 27.02.2008 (Text: Torsten Kohlschein)



Geschichten über "Mords-Sachsen"

Netzschkau (rw.) Sachsens Schreibtischtäter sind wieder sehr aktiv. Das Ergebnis ist die Krimi-Anthologie „Mords-Sachsen 2". „Diese Anthologie beinhaltet 20 Kurzgeschichten, die alle in Sachsen spielen, an Orten und zu Ereignissen, die es tatsächlich gibt", erklärt Herausgeberin Claudia Puhlfürst. Die niedergeschrieben Episoden sind fiktiv und doch kann man die Tatorte von Netzschkau bis Leipzig besuchen und sich in das kriminelle Geschehen selbst hineinversetzen. Das Besondere ist, dass jeder Autor seine Art hat zu schreiben. Diese Vielseitigkeit schätzt Puhlfürst. Für die Leser verspricht das jede Menge Spannung. So gibt es zum Beispiel das „Schlachtfest". Diese Geschichte, die in Hohenstein-Emstthal spielt, hat Claudia Puhlfürst selbst geschrieben. „Der Titel klingt schlimmer, als es wirklich ist", lacht die Autorin. „Inspirieren lasse ich mich oft von authentischen Sachen, aber auch von Filmen." In diesem Fall war es der Film „Das Fenster zum Hof". Mitherausgeberin Petra Steps hat eine Geschichte geschrieben, die im Netzschkauer Schloss spielt. Auf der Leipziger Buchmesse, 13.-16. März, wird das mörderische Gesamtwerk präsentiert. Fans dürfen sich schon heute auf die 3. Ostdeutschen Krimitage im April freuen.
Beide Bände über die „Mordssachsen" sind in der Geschäftsstelle der Freienpresse erhältlich.

Blick 27.02.2008 (Text: Ralf Wendland)



Neuer Krimi aus Sachsen erschienen

Sie kanns nicht lassen, ist eine Wiederholungstäterin. Die Zwickauer Krimi-Autorin Claudia Puhlfürst (45, "Rachegöttin") hat einen neuen Band mit Krimierzählungen herausgegeben. Nach dem Erfolg von "Mords-Sachsen" versammelt auch "Mords-Sachsen2" wieder raffinierte Erzählungen von 20 Kriminalschriftstellern. Die Besonderheit: Alle Geschichten spielen im Freistaat.

Bild 21.02.2008


 

 

 
Mordssachsen

Mordssachsen
jetzt bestellen
© design/code/seo by seeyou | Impressum